Geprüfte Sicherheit

Was ist eine Feuerschutztür ?

Feuerschutztüren haben die Aufgabe, Wandöffnungen in feuerhemmenden oder feuerbeständigen Wänden gegen das Durchdringen von Feuer zu sichern.

Wo Feuerschutztüren einzubauen sind, ist in der Landesbauordnung bzw. den jeweils gültigen Sonderbauvorschriften geregelt (in Deutschland und Österreich hat jedes Bundesland eine eigene Bauordnung).

Im Allgemeinen werden Feuerschutztüren zwischen notwendigen Fluren und Treppenräumen und in Feuerwänden gefordert. Zur Unterteilung von langen Fluren werden üblicherweise Rauchschutztüren eingesetzt.

Die Anforderungen an Feuerschutztüren werden durch Brandprüfungen gemäß der DIN 4102 (D), der ÖNORM B 3850 (Ö) bzw. der EN 1634-1 geregelt. Es gibt folgende Feuerwiderstandsklassen: EI30, EI60, EI90, EI120 und EI180.

Die Zahl hinter dem EI gibt die Dauer in Minuten an, welche die Tür den Durchtritt des Feuers (nicht des Rauches) verhindern und sich dann noch öffnen lassen muss.

Welche Feuerwiderstandsklasse für eine Tür erforderlich ist, richtet sich nach der Gebäudenutzung und den Anforderungen an die Wand, in die sie eingebaut wird.
Scheiben, welche in Feuer-/Rauchschutztüren eingebaut sind, müssen dieselbe Widerstandsklasse besitzen, wie die entsprechende Tür.
Feuerschutztüren müssen immer selbstschließend sein und dürfen nicht mit Keilen oder ähnlichem offen gehalten werden. Moderne Feuerschutztüren sind oftmals an einen Rauchmelder gekoppelt und verfügen über eine Kombination von Türschließmittel und Feststellanlage.

Die Feststellanlage hält die Tür im gewünschten Winkel offen. Löst der Rauchmelder Alarm aus schließt das Türschließmittel die Tür automatisch.

Zusätzlich können Feuerschutztüren auch rauchdicht sein um die Verbreitung von Rauch zu verhindern. Eine Feuerschutztür ist nicht zwangsläufig rauchdicht, umgekehrt gibt es rauchdichte Türen, die keine Anforderung eines Brandschutzes erfüllen. Die genauen Anforderungen an Rauchschutztüren regelt die EN 1634-3.

Eine Tür der Feuerwiderstandsklasse EI30 mit Rauchschutzfunktion nach EN1634-3 nennt sich EI30-Sa/m.
Die Rauchdichtigkeit wird über eine mindestens dreiseitig umlaufende EPDM - Dichtung gewährleistet, die im eingebauten und geschlossenen Zustand den Durchtritt von kaltem und heißem Rauch (bis zu 200°C) verhindert. Sie sollen im Brandfall für eine Zeitdauer von etwa 10 Minuten die Rettung von Menschen und Tieren ohne Atemschutzmaske gewährleisten. Rauchschutztüren müssen ebenfalls immer selbstschließend sein.

Feuer- und Rauchschutztüren müssen bauaufsichtlich zugelassen sein. Die Zulassung regelt auch den Einbau. Feuerschutztüren (ebenso Rauchschutztüren) bilden eine Einheit aus Türzarge, Türblatt und den für die Funktion erforderlichen Beschlägen.

Feuer- und Rauchschutztüren verschiedener Klassen gibt es sowohl aus Stahl, Aluminium und Holz, als auch als Mischkonstruktionen dieser Materialien.

Sturm prüft laufend neue Entwicklungen unter anderem bei folgenden Prüfinstituten: