Tischlerjournal 03/2015

19.03.2015 - Verbinden und Trennen

Die Sturm GmbH ist ein innovativer Türenhersteller und kompetenter Ansprechpartner für Tischler und Architekten, wenn es um Spezialtüren aus Holz geht, die zuverlässig vor Feuer, Rauch, Einbruch, Beschuss und Lärm schützen.

 

Brandschutztüren – das klingt nach grauem Stahl und Bunkeratmosphäre. Doch dass solche Türen neben ihrer lebenswichtigen Funktion auch formschön sein können, beweist der Salzburger Tischlereibetrieb Sturm, der sich bereits seit überzwanzig Jahren auf die Entwicklung und Konstruktion von maßgeschneiderten Feuerschutztüren aus Holz spezialisiert hat. Neben verschiedensten Formen kennt hier auch die Farbenvielfalt praktisch keine Grenzen. Das Geheimnis: Die Materialien, die die Tür so sicher machen sind nicht sichtbar: Türblätter, Dichtungen, Beschläge – also alles, was eine Feuerschutztür von einer normalen unterscheidet. Und so verbirgt sich hinter vielen vermeintlich gewöhnlichen Türen oft eine Brandschutztür.

Die sicheren und ebenso edlen Türen der Salzburger verbinden und trennen Räume im In- und Ausland (Exportquote 35 Prozent) in Hotels, Krankenhäusern, Altersheimen, Schulen, Wohnbauten sowie Eigenheimen oder ebenso in exklusiven Schiffen oder Yachten. Das sei allerdings, so Marketingleiter Werner Knolz, eine Klientel, die Diskretion wünscht. So orderte etwa ein Industrieller für seine Yacht gleich 200 Türen.

Jährlich entstehen in Unken mehr als 3000 individuelle Spezialtüren aus Holz, die ausschließlich über Tischler vertrieben werden. Gefertigt wird nur nach Auftrag im Standard- oder Sondermaß, mit oder ohne Verglasung, ausgeführt als Dreh-, Pendel- oder Schiebetür. Und für besonders breite Durchgänge produziert man auch mehrteilige Teleskop Schiebetüren.
58 Mitarbeiter, die Hälfte davon in der Werkstatt, garantieren eine hochwertige Qualität mit einem Hightech-Innenleben, das zuverlässig vor Feuer, Rauch und Lärm schützt. Ebenso halten die Türen Langfinger fern und widerstehen auch schwerem Beschuss – getestet mit einer 44er Magnum.
Knolz: „Wir erfüllen mit unseren Türen immer alle gesetzlich vorgeschriebenen Normen.“ Daneben bietet Sturm auch Haustüren, die sogar Passivhausstandard erreichen. Ob rustikal oder modern, ob edles Holz oder kräftige Farben – auch die Sturm Passivhaustüren bieten hier die gesamte Gestaltungsvielfalt.
Als Besucher vermutet man nun eine hochmoderne durchgängige Fertigung. Doch neben modernsten fünfachsigen CNC-Maschinen, gibt es einen sehr großen Handwerkstatt-Bereich. Hier arbeiten die langjährig erfahrenen Mitarbeiter an Maß geschneiderten Ausführungen und Designs in jeder Form.

 

VORTEILE FÜR TISCHLER
Wem als Tischler die eigene Fertigung von Spezialtüren zu aufwändig ist, dem bietet sich Sturm als zuverlässiger Partner an. Ganz sicher ein sehr interessantes Angebot, um das eigene Programm attraktiv zu erweitern oder zu ergänzen. Denn aufgrund gesetzlicher Vorgaben steigt die Nachfrage bei Brandschutztüren. „Der Tischler gibt uns einfach seine Wünsche und Anforderungen bekannt, wir fertigen schnell und flexibel bereits ab einem Stück ein komplett montagefertiges Türsystem, das alle Normen erfüllt. Nachweise, Zulassungen, Prüfberichte, Zertifikate – das erledigen alles wir“, sagt Knolz „und der Tischlermeister kann sich auf die Steigerung seines Ertrags konzentrieren.“

 

PARTNER FÜR BESCHLÄGE
Obwohl praktisch alles am Standort Unken gefertigt wird – Beschläge muss man zukaufen. Und dafür hat man sich bereits seit 2001 für Häfele, einen der international führenden Beschlägehersteller, entschieden, der damals in Hof bei Salzburg gerade seine Österreich-Niederlassung gründete. Häfele liefert den Türspezialisten sämtliche Beschläge, sowie elektronische Schließsysteme. „Die Kooperation funktioniert sehr gut und wir arbeiten sehr eng zusammen“, freut sich Knolz. So etwa im Bereich Baubeschlag, wenn es um Produkte für Panik- und Brandschutzanforderungen geht.
Beim Rundgang in der Werkstätte stoßen wir auf einen besonders „heiklen“ Auftrag. Ein privater Kunde hat eine riesengroße Spezialtüre für seine Villa geordert, die hohen Schutz gegen Brand und Einbruch bieten soll. Gelöst wurde das mit FlipLock-Schlössern. Diese mechatronische Variante mit Motorenantrieb, dem FlipLock drive, lässt sich per Tastatur, Code und Fingerleser elektronisch ansteuern. Die patentierten Flip-Kippfallen bieten laut Häfele eine „einzigartige Form“ und ermöglichen dadurch ein leichtes Öffnen unter hoher Vorlast.

 

TÜREN OHNE FUGE
Die neueste Entwicklung im Hause Sturm ist ein Türsystem ohne Fuge. Das Besondere dabei ist die allseitige Beschichtung mit Gießharz für alle Holzbauteile. Die im Werk flüssig aufgebrachte, rundherum nahtlose Beschichtung ergibt weder Fugen noch Stöße, durch die auch nur das kleinste Tröpfchen Feuchtigkeit eindringen könnte. „Den Einsatz sehen wir etwa für Reinräume in Labors oder Krankenhäusern“, zeigt sich Knolz optimistisch.